Im Vorfeld der Veranstaltung traten
Schwierigkeiten verschiedenster Art auf, die lange Zeit eine erneute Auflage
des beliebten Treffens fraglich erscheinen ließen. Dazu gesellten sich zu
allem Überfluss in der Woche vor dem vorletzten April- Wochenende ungünstige
Wetterbedingungen mit wolkenverhangenem Himmel und teilweise heftigen
Regenschauern. Doch am Morgen klarte es auf und von den gemeldeten 165
Fahrzeugen gingen tatsächlich 158 an den Start. Damit sank die Quote der
Nichtteilnehmer erstmals und unerwartet auf lediglich 4 %. Selbst die von
weit her anreisenden Karin und Horst Musial aus Bavois am Genfer See oder
etwa John Gallon aus Sutton hatten sich durch das Wetter nicht abschrecken
lassen und brachten ihre Dauphine bzw. den Austin Swallow-Sports
wohlbehalten nach Kerpen.
So konnte Bürgermeisterin Marlies Sieburg
Teilnehmer aus Deutschland, England, der Schweiz, Belgien, Schweden und den
Niederlanden
begrüßen. Während Frau Sieburg ihr Herz an einen Messerschmidt KR 200
verlor, freute sich Willi Volk als Vorsitzender der "Saab- Freunde
Erftkreis" besonders über den erstmaligen Auftritt eines historischen Saab
im Starterfeld, während Josef Krings bekanntermaßen "feuchte" Augen bei der
Vorstellung des bunten Feldes mit einer großen Anzahl von Fahrzeugen bekam,
die vor 1950 gebaut waren.
In diesem Jahr stand die Veranstaltung
unter dem Thema
"Erben des Apicius - vom Essen und
Trinken an Neffel und Erft".
In der 112seitigen Begleitschrift war
dazu Wissenswertes zusammengestellt und die traditionell zugehörige
Ausstellung bot Augenfälliges informativ dar. Sie musste erstmals in der
Jahnhalle präsentiert werden, was den Veranstaltern nicht recht ins Konzept
passte, da dieser integrale Bestandteil der Veranstaltung in seiner
Bedeutung zu sehr an den Rand gedrängt wurde. Viele der Teilnehmer
bestätigten ungefragt und spontan diese Einschätzung. Die Zukunft wird
zeigen, wie sich dieser Teilbereich weiter entwickeln wird.
Die Route über eine Länge von 135
Kilometern, die sich am Thema orientierte, führte bis zum Kloster Mariawald,
das nicht nur wegen der dort im Restaurant stets angebotenen Erbsensuppe in
der Region sehr bekannt ist. Warum zahlreiche Teilnehmer die Durchfahrt von
Hostel ausließen, lag wohl am Schlenker im Streckenverlauf, der
offensichtlich in seiner Bedeutung unterschätzt wurde. Damit hatte man
allerdings nicht nur eine Durchfahrtskontrolle verpasst und sich 20 Punkte
eingehandelt, sondern auch den Anblick des von Fachwerkhäusern umstandenen
Dorfplatzes mit Teich und Picknick- Platz. Neben den Ortsdurchfahrten boten
die Felder und Wälder unserer Region mit ihren Abstufungen in den Farben
Gelb, Grün und Braun einen unvergleichlichen Augenschmaus, den wohl alle
Teilnehmer genossen haben werden. Darüber hinaus war das Gelände der Familie
Stollenwerk, bedeutender Hersteller von Konserven, die Restaurants
"Sophienhöhe" und "Schloss Loersfeld" aufzusuchen. Im letztgenannten hatte
Sternekoch Thomas Bellefontaine eine Suppe für alle Teilnehmer vorbereitet,
die das Ehepaar Ursula und Hans Kiefer zur Freude der Organisatoren
spendiert hatte.
Überhaupt sind die Kosten eine nicht zu
unterschätzende Größe unter denen, die für das Gelingen und die Durchführung
einen maßgeblichen Faktor darstellen. Daran ändert auch die von den Teilnehmern befürwortete Erhöhung
der Teilnahmegebühr auf 30,-- Euro nicht sehr viel, wenngleich der
finanzielle Spielraum durch diese Maßnahme erweitert wird. So gingen die
Teilnehmer frohgemut nach Hause, erregten sich kaum über eine
Auswertungspanne und beauftragten die Organisatoren, für eine erneute
Auflage im Folgejahr zu sorgen.
