Kerpens
Hausfluss,
der Neffelbach stand im Mittelpunkt der 9. Auflage der Trips-
Gedächtnisfahrt, die am 4. Mai 1996 startete, und erstmals in der Geschichte
der Tour hatten die Veranstalter Stadt und Heimatverein auf eine gesonderte Ausstellungs-eröffnung verzichtet. Dennoch bot sich den Teilnehmern im Foyer
des Rathauses das gewohnte Bild, denn Informationen zu Gebäuden, Menschen
und Leben an den Ufern des Neffelbachs von seiner Quelle bei Embken bis zu
seiner Mündung in die Erft in Kerpen wurden vielfältig dargestellt.
Außen
allerdings war es zumindest am Morgen vor dem Start außergewöhnlich feucht,
was Peter Cahill gegenüber dem Redakteur der "werbepost" u.a. zu dem
Ausspruch verleitete "It´s German rain here, not English rain." Aber
ansonsten machte das Wetter, das sich bereits zum Start gebessert hatte,
wenig zu schaffen und auch die Fehlquote war nicht beängstigend hoch, so
dass von den zugelassenen 200 Autos nur 18 Prozent ihr Schmuckstück lieber
in der Garage gelassen hatten. Sie hielten es dann eher mit einen der
Sponsoren und Teilnehmer Wolfgang Günter Freund, der von Rundschau-Reporter
Hans-Georg Zingsheim, mit folgenden Worten zitiert wird: "Ich hab bis
gestern Abend geputzt und poliert. Und jetzt so was." Der Reporter fährt
fort: "Der schwarze Lack des Pierce Arrow von Wolfgang Günter Freund glänzt,
als wenn er frisch lackiert wäre. Kleine Regentropfen auf der riesigen
Motorhaube können der amerikanischen Luxuslimousine des Unternehmers zwar
nichts von ihrer majestätischen Ausstrahlung nehmen, aber kühle Temperaturen
und anhaltender Regen drückte etwas auf die Stimmung." (Köln. Rundschau vom
6.5.96)
Beim Start
allerdings war die Stimmung wieder hoch, zumal bereits einige der Teilnehmer
die Zeltdächer ihrer Roadster verstaut oder die Cabriodächer geöffnet
hatten. Der Weg führte dieses Mal zum Teil im Sonnenschein bis zur Quelle
des Neffelbach vorbei an historischen Fachwerkhäusern, Herrensitzen und
Wassermühlen durch die malerische Landschaft des Bach-Tales und der Voreifel.
Das Lösungswort aus den "Stummen Wächtern" am Wegesrand lautete
Neffelbach-Umfluter und
erinnerte an die Umlegung des Bachbettes aus der Ortlage.